Die Wichtigsten äußeren
Merkmale
Schnabel: Der
Krummschnabel, mit stark nach unten gekrümmtem Oberschnabel.
Beide Schnabelhälften sind extrem beweglich und befähigen die Papageien,
Samen
zu enthülsen,
Nüsse zu knacken, Früchte zu schälen, aber auch Holz zu zerkleinern, wie sie es
zum Beispiel
beim Nestbau oft tun müssen. Dieser kräftige
Schnabel dient ihnen zudem als
"drittes Bein" beim
Klettern und Hangeln.
Zunge: Die dicke, sehr
muskulöse Zunge
hilft beim Abtasten, Zurechtdrücken
und
Quetschen
der Nahrung - Vögel haben ja
keine Zähne. Sie ist sehr gut mit
Tastpapillen ausgestattet.
Füße: Sie haben vier Zehen, wobei die
erste und vierte Zehe den beiden
mittleren
gegenübersitzen.
Augrund dieser Anordnung können die
Füße - fast wie Hände -
als
Greifwerkzeuge eingesetzt werden.
Beine: Papageien haben im Verhältnis zu
ihrem Körper sehr kurze, stämmige Beine,
mit denen
sie zwar fantastisch klettern,
aber nicht schnell und gewandt laufen
können. Auf dem Boden,
den die meisten
Arten nur zum Fressen aufsuchen,
bewegen sie sich daher eher plump.
Körper: Der Körper ist stromlinien- förmig
wie bei fast allen Vögeln und vielen
Papageien -
besonders die langschwänzigen - sind gewandte Flieger.
Flügel: Die Flugfedern lassen sich wie die Tragflächen eines
Flugzeuges beliebig in
jede gewünschte
Richtung drehen, der Papagei kann somit seine Flugbahn genau
bestimmen.
Für die meisten Vögel
sind die uns so leuchtend bunt anmutenden Federn
tatsächlich
Tarnfarben: je nach
Lebensraum
haben sie die Grundfarben grün mit blütenfarbigen
Abzeichen. Zwei
weitere Effekte sollen
die grell-
bunten Farben hervorrufen: sie sollen
Feinden imponieren und während
der Balzzeit Partner
anlocken.
Federkleid: Das Gefieder wärmt und schützt vor Verletzungen. Es bedeckt
den ganzen Vogelkörper mit
Ausnahme der Beine, der Augen, der Nase und des
Schnabels. Die Deckfedern, zu
denen die Flug- und
Schwanzfedern gehören, geben dem Vogel seine äußere Form und die Farben. Die
Daunen dienen
hauptsächlich zur Wärmeisolierung.
Zwischen 1500 und 15.000 Federn hat ein Papagei, je nach Körpergröße. Alle
Federn werden von Zeit zu
Zeit abgestoßen und durch neu nachwachsende
ersetzt. (Papageien und Sittiche
haben keine eigentliche
Mauserperiode wie viele andere Vögel, sondern erneuern ihr Gefieder das ganze
Jahr über.
(Siehe: Mauser). Eine Ausnahme sind die so genannten Puderdaunen, sie
wachsen dauernd nach und
werden niemals abgestoßen (siehe: Die Feder).
Gefiederpflege: Die Federzweige der Puderdaunen zerfallen zu feinem
Staub, den die Papageien zur
Gefiederpflege benutzen. Sie "pudern" sich damit ein, die
Federn erhalten
dadurch ihren typischen
metallischen Glanz und werden gleichzeitig Wasser abstoßend. Ebenfalls zur
Gefiederpflege nutzen die
meisten Vögel
das Sekret der Bürzeldrüse. Diese Drüse ist allerdings
nicht bei allen Papageien vorhanden.
Mauser: Bei aller Stabilität des Keratins, aus dem die Federn bestehen,
nutzen sie mit der Zeit doch ab.
Sie müssen dann erneuert werden. Der Federwechsel
wird Mauser genannt. Da die
verschiedenen Federn
ganz bestimmte Aufgaben haben, z.B. den Kälteschutz oder die Bildung der
Tragflächen, kann ihr
Austausch nicht völlig ungeregelt ablaufen. Die verschiedenen Aufgaben des
Federkleides müssen während
der Mauser möglichst ungestört erhalten bleiben.
Sie verläuft daher nach einem
festgelegten Schema.
Grundsätzlich fällt erst dann eine Feder aus, wenn die benachbarte neue
weitgehend herangewachsen ist.
Das Federkleid bleibt so nahezu geschlossen.
Sonstiges: Papageien können nicht gut riechen und besitzen auch keinen
sehr ausgeprägten
Geschmackssinn.
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Die Feder: ist die komplizierteste Bildung der Haut, die es im
Tierreich gibt. Sie ist federleicht und hält
mollig warm. Sie federt elastisch und ist dabei äußerst
stabil. Die
Anforderungen, die an die Federn
gestellt werden, sind keineswegs and allen Körperabschnitten eines Vogels die
gleichen. Die Federn bilden
eine Schutzschicht, die den Vogel gegen alle schädlichen Einflüsse von außen,
wie Hitze, Kälte, Nässe und
Wind, abschirmt und ihn gegen Wärmeverlust
isoliert.
Sie machen die Oberfläche
der Vögel aber auch
glatt und windschlüpfrig. Die Luft kann also ohne großen Widerstand am
Vogelkörper entlang streichen.
Aus Federn besten die Trag-, Antriebs- und Steuerflächen für den Flug. Die
Federn prägen das Aussehen
der Vögel durch Form, Farbe und Muster. Sie sind
Bestandteile der Hornhaut. Wie
unsere Haare und
Fingernägel sind sie tote Gebilde aus Hornsubstanz, dem Keratin.
Siehe Zeichnung unten:
Eine typische Feder besteht aus einem mittleren, stabartigen Federschaft und
der flächigen Federfahne.
Die Fahne wird durch die vom Schaft nach beiden
Seiten abzweigenden Federäste
und die von den Ästen
ausgehenden, ganz feinen Federstrahlen gebildet.
Nah am Körper ist die Fahne gewöhnlich flauschig
und locker. Sonst sind die
Äste mit ihren jeweils zwei
Strahlreihen miteinander fest verbunden.

siehe Zeichnung unten:
Die einzelnen Äste können aber wie die Hälften eines Reißverschlusses
voneinander getrennt und auch
wieder zusammengefügt werden. Wie dieser Reiß- oder
Klettverschluss
funktioniert, ist erst erkennbar,
wenn man die winzigen Federstrahlen mit dem Mikroskop betrachtet. Im Bereich der
geschlossenen Fahne
sind die beiden am Ast sich gegenüberstehenden Strahlenreihen unterschiedlich
gebaut.
Die zum Körper hin zeigenden Bogenstrahlen sind flach mit einem rinnenartig
gebogenen Rand. Die zur
Federspitze gerichteten Hakenstrahlen tragen mehrere
scharf gebogene Häkchen.
Die Haken der
Hakenstrahlen greifen in den gebogenen Rand der Bogenstrahlen des benachbarten
Astes und fügen
dadurch die
einzelnen Äste zur Federfahne zusammen. Wenn irgendwo in dieser
Fahne eine Lücke
entsteht, kann sie der Vogel wieder schnell und leicht mit dem Schnabel
schließen.

Quelltext und Bilder: Falken-Verlag
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